Über mich – Ein Ossi, ein Computer und ziemlich viele Zwischenfragen
Moin! Ich bin René.
Geboren 1980 in der wunderschönen Hansestadt Rostock. Also an der Ostsee, dort, wo einem der Wind gelegentlich so kräftig ins Gesicht bläst, dass man seine Frisur auch gleich zu Hause lassen könnte.
Und ja, ich bin ein Ossi.
Wobei ich mich manchmal frage, warum wir das im Jahr 2026 überhaupt noch erwähnen müssen.
Die Mauer ist schließlich seit 1989 offen. Für diejenigen, die im Geschichtsunterricht gerade Kreide holen waren: Nein, ich meine nicht die Chinesische Mauer.
Eigentlich sollte man meinen, dass wir nach all den Jahren längst nicht mehr zwischen Ost und West unterscheiden.
Nun ja.
Wenn ich mir manche Gehaltsunterschiede, Karrierechancen oder Diskussionen über die Besetzung von Führungspositionen anschaue, habe ich gelegentlich den Eindruck, dass die deutsche Einheit in einigen Köpfen noch immer auf ihre endgültige Installation wartet.
Vielleicht läuft da irgendwo noch ein Update.
„Deutsche Einheit wird eingerichtet. Bitte schalten Sie das Land nicht aus.“
Ob wir wirklich zusammengewachsen sind, darf jeder für sich entscheiden. Ich jedenfalls bin froh, in einer Zeit groß geworden zu sein, in der sich unglaublich viel verändert hat.
Und damit meine ich nicht nur die Landkarte.
Meine Kindheit hatte keinen Touchscreen. Aber einen Joystick.
Ich gehöre zu einer Generation, die noch wusste, was ein Broiler ist, im Konsum oder in der Kaufhalle einkaufte und ein Nicki anzog, wenn andere heute von einem T-Shirt sprechen würden.
Wir hatten Kassettenrekorder, Walkmans, später Discmans, Schallplatten und diese riesigen Kopfhörer mit eingebautem Radio und ausziehbarer Antenne.
Ja, wirklich. Kopfhörer mit Antenne.
Heute versucht man, seine Technik möglichst unsichtbar zu machen. Damals konnte man mit seinem Kopfhörer vermutlich noch den Flugverkehr überwachen.
Und dann waren da die Computer.
Mein erster richtiger PC kam kurz nach der Wende zu uns nach Hause. Ich war ungefähr zehn oder elf Jahre alt und für mich war das Ding ungefähr so faszinierend, als hätte jemand die Zukunft in mein Kinderzimmer gestellt.
Natürlich wurde gespielt.
Monkey Island, Loom und all diese wunderbaren Spiele, bei denen man nicht einfach einem blinkenden Pfeil folgen musste, sondern gelegentlich tatsächlich sein Gehirn benutzen durfte.
Wobei ich zugeben muss, dass manche Rätsel so absurd waren, dass ich heute noch nicht weiß, ob die Entwickler besonders genial waren oder einfach einen ausgesprochen merkwürdigen Humor hatten.
Aber Spielen allein reichte mir nicht.
Ich wollte wissen, was diese Kisten eigentlich konnten.
Und vor allem: Was passiert, wenn man etwas ausprobiert, das möglicherweise gar nicht vorgesehen war?
Eine Frage, die sich übrigens bis heute durch mein Leben zieht.
Damals gab es noch DOS. Und wir waren trotzdem glücklich.
Heute drückt man auf einen Knopf, der Computer startet und ein paar Sekunden später beschwert man sich, dass irgendeine Anwendung zu langsam lädt.
Früher gab es DOS.
Schwarzer Bildschirm. Blinkender Cursor. Und Befehle, die man tatsächlich kennen musste.
Ich habe diese Befehle ausprobiert, verändert, kombiniert und gelegentlich vermutlich auch Dinge angestellt, bei denen ein heutiger IT-Sicherheitsbeauftragter nervös nach seinem Blutdruckmessgerät greifen würde.
Besonders gut erinnere ich mich an die Installation von DOS 6.22.
Diskette rein. Warten. Nächste Diskette. Wieder warten.
Irgendwann hatte man das Gefühl, man würde nicht ein Betriebssystem installieren, sondern eigenhändig das gesamte digitale Zeitalter zusammensetzen.
Dann kamen Windows 3.1 und 3.11, später Windows 95, 98, Millennium und noch so einige Versionen, bei denen man sich rückblickend fragt, ob manche davon nicht eher als Geduldsprüfung gedacht waren.
Aber ich fand das großartig.
Und irgendwann wollte ich nicht mehr nur Programme benutzen.
Ich wollte selbst welche schreiben.
Von BASIC bis zu Dingen, die heute wieder ganz anders heißen
Meine ersten Gehversuche machte ich mit BASIC.
Das war wunderbar. Man schrieb ein paar Zeilen, tippte RUN und hoffte, dass der Computer anschließend ungefähr das machte, was man sich vorgestellt hatte.
Manchmal tat er das sogar.
BASIC begegnete einem auch auf Rechnern wie dem Commodore 64 oder C128. Zwar nicht überall in identischer Form, aber die Grundideen waren vertraut.
Später kamen Pascal, C und andere Programmiersprachen hinzu. Irgendwann beschäftigte ich mich auch mit C#, HTML, CSS, JavaScript und PHP.
Heute heißen die Dinge dann React, Laravel, Python, Next.js und morgen vermutlich wieder anders.
Die Technik entwickelt sich ständig weiter.
Kaum hat man sich in etwas eingearbeitet, erscheint irgendwo ein neuer Ansatz, ein neues Framework oder eine neue Technologie, die einem erklärt, warum das, was gestern noch hervorragend funktionierte, heute angeblich völlig veraltet ist.
Manchmal habe ich den Eindruck, die IT-Branche hat eine besondere Beziehung zu Veränderungen.
Stillstand ist dort offenbar nur ein anderes Wort für „Update verfügbar“.
Aber genau das fasziniert mich bis heute.
Diese unendlichen Möglichkeiten, aus einer Idee etwas entstehen zu lassen.
Und natürlich die wunderbare Erfahrung, nach stundenlanger Fehlersuche festzustellen, dass lediglich ein Semikolon gefehlt hat.
Irgendwann wurde aus dem Hobby ein Beruf
Nach der Schule absolvierte ich zunächst eine klassische kaufmännische Ausbildung.
Mein Ausbildungsbetrieb wurde später geschlossen. Auch das gehört zum Berufsleben: Man macht Pläne, und irgendwo anders entscheidet jemand, dass die Geschichte nun doch ein bisschen anders weitergeht.
Also wurde ich irgendwann selbstständig.
Und natürlich drehte sich dabei vieles um Computer, Programmierung, Netzwerke, den Verkauf von Technik und verschiedene Dienstleistungen.
Netzwerke waren damals übrigens noch ein ganz eigenes Abenteuer.
Heute verbindet man ein Gerät mit dem WLAN und ist empört, wenn es nicht sofort funktioniert.
Früher hantierte man mit Netzwerkkarten, Kabeln, Einstellungen und einer beeindruckenden Auswahl möglicher Fehlerquellen. Wenn am Ende tatsächlich zwei Rechner miteinander kommunizierten, war das fast schon ein Grund, die Sektflasche zu öffnen.
Selbstständigkeit hatte für mich viele schöne Seiten.
Eigene Ideen verwirklichen. Entscheidungen treffen. Lösungen entwickeln. Etwas aufbauen.
Aber natürlich gab es auch die andere Seite.
Kunden gewinnen, Rechnungen schreiben, Kosten tragen, Risiken kalkulieren und sich gelegentlich fragen, warum ein Tag eigentlich nur 24 Stunden hat.
Das Wort selbstständig setzt sich nicht ohne Grund aus selbst und ständig zusammen.
Irgendwann veränderte sich der Markt. Der Wettbewerb wurde größer, manche Dienstleistungen alltäglicher und die Rahmenbedingungen schwieriger.
Und ich stellte mir eine Frage, die man sich als Selbstständiger nicht immer gerne stellt:
Muss ich das eigentlich bis zur Rente machen?
Meine Antwort lautete irgendwann: Nein.
Also tauschte ich unternehmerische Freiheit gegen ein Angestelltenverhältnis.
Das bedeutete mehr Planbarkeit und eine gewisse Sicherheit.
Dafür lernte ich eine völlig neue Welt kennen: Hierarchien, Abstimmungsrunden, Prozesse, Zielvorgaben und Entscheidungen, bei denen man sich manchmal fragt, ob diejenigen, die sie getroffen haben, schon einmal selbst damit arbeiten mussten.
Aber das wäre eigentlich schon wieder ein eigener Blogartikel.
Oder drei.
Und plötzlich arbeitete ich im Kundenservice
2014 begann ich im Kundenservice eines großen Telekommunikationskonzerns.
Eigentlich hätte ich damals nicht gedacht, dass daraus eine so lange Geschichte werden würde.
Aber manchmal entwickelt sich das Leben eben anders, als man es geplant hat.
Ich habe Kunden beraten, verkauft, Probleme gelöst und später als Senior Agent beziehungsweise stellvertretender Teamleiter Kolleginnen und Kollegen unterstützt, eingearbeitet und geschult.
Und ich habe dabei etwas gelernt, das in keiner Programmiersprache steht:
Menschen sind deutlich komplizierter als Computer.
Ein Computer macht meistens das, was man ihm sagt. Wenn etwas nicht funktioniert, kann man zumindest versuchen, den Fehler systematisch zu finden.
Bei Menschen ist das gelegentlich schwieriger.
Vor allem, wenn fünf Personen dasselbe Problem betrachten und anschließend mit sieben unterschiedlichen Lösungsvorschlägen aus dem Raum gehen.
Seit 2022 engagiere ich mich außerdem im Betriebsrat und wurde 2026 erneut gewählt.
Das hat meinen Blick auf Unternehmen, wirtschaftliche Entscheidungen und den Umgang mit Menschen noch einmal verändert.
Denn zwischen dem, was in einer Präsentation hervorragend aussieht, und dem, was am Ende tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt, liegen manchmal erstaunlich viele Stockwerke.
Und leider gibt es nicht überall einen Aufzug.
Ich habe die digitale Welt beim Erwachsenwerden beobachtet
Was mich rückblickend besonders fasziniert: Ich habe einen gewaltigen Teil der digitalen Entwicklung selbst miterlebt.
Nicht aus Geschichtsbüchern.
Sondern mittendrin.
Ich erinnere mich noch an das C-Netz im Mobilfunk, an BTX und an die Zeit, als man mit einem Modem ins Internet ging.
Dieses wunderbare Modem.
Es piepte, kreischte, knackte und gab Geräusche von sich, als würde irgendwo ein Faxgerät mit einer außerirdischen Zivilisation verhandeln.
Und dann war man online.
Mit 56 Kilobit pro Sekunde.
Wir fühlten uns wie die Pioniere einer neuen Epoche.
Später kam ISDN. Mit Kanalbündelung waren theoretisch bis zu 128 Kilobit pro Sekunde möglich.
128!
Heute reden wir über Gigabitanschlüsse und regen uns auf, wenn ein hochauflösendes Video für zwei Sekunden puffert.
Damals hätte man bei solchen Geschwindigkeiten vermutlich eine kleine Einweihungsfeier veranstaltet.
Und dann die Mobiltelefone.
Anfangs konnte man damit telefonieren. Später SMS verschicken.
Irgendwann kam MMS hinzu. Und natürlich WAP.
WAP war auch so eine herrliche Erfindung.
Man konnte damit auf winzigen Displays stark vereinfachte Internetinhalte abrufen und hatte dabei gelegentlich das Gefühl, man würde versuchen, die Tageszeitung durch ein Schlüsselloch zu lesen.
Immerhin war WAP irgendwann auch wieder ziemlich schnell weggewappt.
Heute tragen wir Smartphones mit uns herum, die mehr Rechenleistung besitzen als die Computer, vor denen ich als Kind ehrfürchtig gesessen habe.
Wir erledigen Bankgeschäfte, organisieren Termine, buchen Reisen, arbeiten, kommunizieren, fotografieren, filmen und verwalten gefühlt unser halbes Leben damit.
Und inzwischen gibt es künstliche Intelligenz.
Plötzlich kann man mit einer Maschine sprechen, die Texte schreibt, Bilder erstellt, Programme entwickelt und bei den unterschiedlichsten Aufgaben hilft.
Manchmal beeindruckend.
Manchmal erschreckend.
Und manchmal erfindet sie mit einer solchen Selbstverständlichkeit irgendwelche Tatsachen, dass man beinahe versucht ist, ihr eine Karriere in der Politik vorzuschlagen.
Wobei ich selbstverständlich niemandem etwas unterstellen möchte.
Was ich damit sagen will: Ich finde Technik großartig.
Aber ich finde auch, dass man seinen Kopf weiterhin selbst benutzen sollte.
Künstliche Intelligenz? Ja, gerne. Aber mein Kopf bleibt eingeschaltet.
Weil wir gerade bei künstlicher Intelligenz sind, sollte ich vielleicht noch etwas erklären.
Du wirst auf diesem Blog ziemlich häufig Inhalte finden, bei denen KI mitgeholfen hat.
Vor allem bei Bildern.
Ich habe nämlich ein kleines Problem: In meinem Kopf entstehen manchmal mehr Ideen, als ich mit meinen eigenen Händen in einer vernünftigen Zeit umsetzen könnte.
Da sehe ich vor meinem inneren Auge schon eine komplette Szene, mit Licht, Farben, Menschen, Gesichtsausdrücken und irgendeiner herrlich absurden Situation.
Nur leider bin ich kein ausgebildeter Grafikdesigner.
Und bevor ich mich für ein mehrjähriges Studium einschreibe, um anschließend festzustellen, dass meine Vorstellung von einem dramatischen Sonnenuntergang auf dem Bildschirm eher aussieht wie ein explodierter Pfirsich, greife ich gerne auf KI-Bildgeneratoren zurück.
Ich beschreibe meine Idee, probiere unterschiedliche Varianten aus, verändere Details und arbeite so lange daran, bis das Ergebnis möglichst gut zu dem passt, was ich mir vorgestellt habe.
Manchmal klappt das erstaunlich gut.
Manchmal produziert die KI allerdings Menschen mit einer beeindruckenden Anzahl zusätzlicher Finger oder Beschriftungen, die aussehen, als hätte jemand das deutsche Alphabet durch einen Mixer gejagt.
Aber auch das gehört dazu.
Deshalb werden die meisten Bilder auf Zwischenfrage.de KI-generiert sein. Ich kennzeichne sie entsprechend, damit du weißt, womit du es zu tun hast.
Sollte ich einmal Bilder anderer Urheber verwenden wollen, frage ich grundsätzlich vorher nach einer entsprechenden Erlaubnis beziehungsweise kläre die Nutzungsrechte und gebe die Quelle an.
Nicht alles, was im Internet herumliegt, gehört schließlich automatisch jedem.
Auch wenn manche Menschen das offenbar für eine ausgesprochen praktische Auslegung des Urheberrechts halten.
Und dann gibt es noch die Sache mit den Audiodateien.
Vielleicht hast du bereits festgestellt, dass ich gelegentlich ziemlich ausführlich werde.
Manche meiner Artikel sind so lang, dass man zwischendurch vermutlich einen Kaffee kochen, den Hund ausführen und anschließend noch eine kleine Steuererklärung vorbereiten könnte.
Damit du nicht immer alles selbst lesen musst, möchte ich manche Beiträge zusätzlich als Audiofassung anbieten.
Dafür nutze ich gelegentlich künstliche Intelligenz, die meine Texte in gesprochene Audiodateien umwandelt.
Das ist praktisch, kostet allerdings auch Geld. Deshalb wird es nicht zu jedem Artikel eine Hörfassung geben.
Hin und wieder experimentiere ich außerdem mit KI-generierter Musik und eigenen Songideen. Auch solche Inhalte können auf diesem Blog auftauchen.
Und selbstverständlich werde ich sie entsprechend kennzeichnen.
Du sollst schließlich wissen, ob du gerade meine Stimme hörst, einer künstlich erzeugten Stimme zuhörst oder einen Song abspielst, bei dem die KI musikalisch mitgewirkt hat.
Aber jetzt kommen wir zu einem Punkt, der mir besonders wichtig ist.
Meine Texte.
Die Gedanken, Meinungen, Geschichten und Ideen, die du hier liest, entstehen grundsätzlich in meinem eigenen Kopf.
Und anschließend landen sie auf der Tastatur.
Über die Jahre habe ich nämlich eine ziemlich bemerkenswerte Fähigkeit entwickelt: Ich kann ausgesprochen schnell auf Tasten herumkloppen.
Nein, kein ordentlich erlerntes Zehnfingersystem.
Wenn ich versuchen würde, meine Finger nach einer dieser offiziellen Tastaturmethoden zu sortieren, müsste vermutlich nach spätestens zehn Minuten ein Orthopäde hinzugezogen werden.
Ich habe mir einfach meine eigene Technik angewöhnt.
Welche Finger dabei genau was machen, könnte ich dir nicht einmal vernünftig erklären.
Aber sie scheinen sich untereinander abgesprochen zu haben.
Und meistens entsteht dabei tatsächlich ein halbwegs sinnvoller Text.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ich auf KI-Unterstützung beim Schreiben grundsätzlich verzichte.
Manchmal lasse ich einen Text noch einmal überprüfen, Absätze sinnvoller anordnen, Formulierungen verbessern oder Rechtschreibfehler korrigieren.
Denn auch wenn ich schnell tippen kann, bedeutet das leider nicht, dass meine Finger immer derselben Meinung sind wie die deutsche Rechtschreibung.
Gelegentlich hilft mir KI auch dabei, eine Idee weiterzuentwickeln oder eine Formulierung zu finden, die meinen Gedanken besser auf den Punkt bringt.
Die Themen, persönlichen Erfahrungen, Ansichten und die inhaltliche Richtung stammen dabei von mir. KI ist für mich ein Werkzeug, kein Ersatz für meine eigene Meinung.
Und das ist mir wichtig.
Ich möchte nicht, dass du auf Zwischenfrage.de irgendwelche automatisch zusammengewürfelten Meinungen liest, hinter denen niemand steht.
Wenn ich etwas kritisiere, dann weil ich es kritisch sehe.
Wenn ich etwas großartig finde, dann weil ich es großartig finde.
Und wenn ich mich über irgendeine Absurdität aufrege, dann darfst du ziemlich sicher sein, dass ich mich auch ohne künstliche Intelligenz darüber aufgeregt hätte.
Wahrscheinlich sogar mit deutlich weniger korrekter Zeichensetzung.
Und was hat das alles mit diesem Blog zu tun?
Eine ganze Menge.
Ich habe in meinem Leben unterschiedliche Perspektiven kennengelernt.
Ich war Schüler in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, kaufmännischer Auszubildender, Selbstständiger, Unternehmer, Arbeitnehmer und Betriebsrat.
Ich habe technische Entwicklungen erlebt, die früher wie Science-Fiction geklungen hätten.
Ich habe erlebt, wie sich Märkte verändern, Unternehmen Entscheidungen treffen und Menschen versuchen, mit all dem Schritt zu halten.
Und ich habe festgestellt, dass ich bei erstaunlich vielen Dingen immer wieder dieselbe Frage stelle:
Wie kommt man eigentlich auf so eine Idee?
Manchmal betrifft das Politik.
Manchmal Wirtschaft, Arbeitswelt oder gesellschaftliche Entwicklungen.
Manchmal ärgere ich mich über Dinge, die wir scheinbar selbstverständlich hinnehmen.
Und manchmal frage ich mich einfach, warum mein Kühlschrank inzwischen eine Internetverbindung benötigt, obwohl er doch eigentlich nur meine Lebensmittel kalt halten soll.
Ich schreibe über das, was mich beschäftigt.
Mal ernst. Mal nachdenklich. Mal kritisch.
Und gelegentlich auch über absoluten Blödsinn.
Denn nicht jeder Gedanke muss die Welt verändern.
Manche dürfen einfach unterhalten.
Ich nehme Themen ernst. Mich selbst nicht immer.
Wer meine Beiträge liest, wird ziemlich schnell feststellen, dass ich eine gewisse Vorliebe für Sarkasmus und Ironie habe.
Ich mag es, Dinge zu überspitzen.
Manchmal hilft ein bisschen Humor dabei, etwas sichtbar zu machen, das in einer trockenen Erklärung völlig untergehen würde.
Und manchmal muss ich über eine Situation einfach lachen, weil die Alternative wäre, verzweifelt den Kopf gegen die Tischplatte zu schlagen.
Das wäre auf Dauer weder gesund noch besonders gut für die Möbel.
Dabei geht es mir nicht darum, Menschen grundlos anzugreifen oder andere Meinungen lächerlich zu machen.
Ich finde, man darf über vieles streiten, diskutieren und auch lachen.
Am besten sogar miteinander.
Ich muss nicht immer recht haben.
Im Gegenteil.
Wenn jemand einen meiner Beiträge liest und anschließend denkt: „René, das sehe ich völlig anders“, dann ist das für mich kein Problem.
Vielleicht hat die Person sogar gute Argumente.
Vielleicht lerne ich etwas dazu.
Vielleicht bleibe ich bei meiner Meinung.
Und vielleicht stellen wir am Ende beide fest, dass die Sache doch etwas komplizierter ist, als wir zunächst gedacht haben.
Damit kann ich wunderbar leben.
Warum ausgerechnet „Zwischenfrage“?
Am 2. Oktober 2026 habe ich diesen Blog ins Leben gerufen.
Nicht, weil die Welt dringend auf meine Meinung gewartet hätte.
Ich vermute, sie hatte bis dahin auch ohne mich ausreichend Gesprächsstoff.
Sondern weil ich Lust hatte, Gedanken aufzuschreiben, Fragen zu stellen und Themen aus meiner ganz persönlichen Perspektive zu betrachten.
Mich stört manchmal, wie schnell wir uns heute auf feste Positionen zurückziehen.
Dafür oder dagegen.
Schwarz oder weiß.
Richtig oder falsch.
Und möglichst laut, damit auch wirklich jeder mitbekommt, dass wir recht haben.
Dabei liegen die interessanten Fragen oft genau dazwischen.
Was wurde übersehen?
Warum ist etwas so, wie es ist?
Wem nützt eine Entscheidung?
Gibt es vielleicht noch eine andere Sichtweise?
Und gelegentlich auch:
Habt ihr eigentlich alle den Verstand verloren?
Natürlich höflich formuliert.
Meistens jedenfalls.
Genau deshalb heißt dieser Blog Zwischenfrage.
Weil ich glaube, dass eine gute Frage manchmal mehr bewirken kann als zehn fertige Antworten.
Noch etwas, bevor du weiterliest
Ich bin kein Journalist, kein Reporter und auch kein selbst ernannter Experte für sämtliche Probleme dieses Planeten.
Zwischenfrage.de ist mein privater Blog. Hier steht keine Redaktion hinter mir, kein Verlag und keine Organisation, die mir vorgibt, was ich denken oder schreiben soll.
Ich werde nicht dafür bezahlt, bestimmte Meinungen zu vertreten.
Was du hier liest, sind meine persönlichen Gedanken, Erfahrungen, Kommentare und Einschätzungen.
Wenn ich über überprüfbare Sachverhalte schreibe, versuche ich, Quellen nachvollziehbar anzugeben und Fakten von Meinungen zu unterscheiden. Trotzdem kann ich Fehler machen oder etwas falsch einschätzen.
Meine beruflichen Tätigkeiten und Funktionen prägen selbstverständlich meine Perspektive. Ich schreibe hier aber ausschließlich als Privatperson und nicht im Namen meines Arbeitgebers, eines Betriebsrats oder eines anderen Gremiums. Vertrauliche Informationen gehören nicht auf diesen Blog.
Und ganz wichtig: Du musst meine Meinung nicht teilen.
Du darfst widersprechen, hinterfragen und zu einer völlig anderen Schlussfolgerung kommen.
Ich wünsche mir lediglich, dass wir dabei neugierig bleiben und uns gegenseitig mit etwas Respekt begegnen.
Denn ich bin überzeugt, dass wir alle noch eine Menge voneinander lernen können.
Mal eine Zwischenfrage zum Schluss:
Wenn ich als Kind mit meinem Computer gespielt habe, hätte ich mir niemals vorstellen können, dass ich eines Tages auf einem Gerät, das in meine Hosentasche passt, mit künstlicher Intelligenz über Texte, Bilder und die Zukunft diskutieren würde.
Wer weiß also, was in den nächsten vierzig Jahren noch alles passiert?
Vielleicht werden wir irgendwann von einer KI regiert, unsere Kühlschränke führen eigenständig Einkaufslisten und mein Staubsauger beantragt Urlaub.
Und vielleicht sitze ich dann irgendwo, schaue mir das Ganze an und denke:
„Moment mal. Darf ich kurz unterbrechen?“
Willkommen bei Zwischenfrage.de.
Schön, dass du da bist.